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Operative Therapie des Lipödems

Die Erkrankung des”Lipödems”wurde erstmals im Jahre 1940 beschrieben und ist gekennzeichnet durch eine chronisch-fortschreitende Vermehrung des Unterhaut-Fettgewebes mit pathologischen Flüssigkeitseinlagerungen symmetrisch im Bereich der (meist unteren) Extremitäten. Sie betrifft fast nur Frauen,wobei eine genetische Disposition zugrunde liegt und Ursache und Pathogenese bisher noch nicht völlig geklärt sind. Die Erkrankung, bei der 3 Stadien unterschieden werden, beginnt oft in Phasen hormoneller Umstellungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) und ist durch ein erhebliches Mißverhältnis der Körpersilhouette zwischen Extremitäten und Rumpf charakterisiert mit einer deutlich erhöhten lokalen Neigung zu Blutergüssen. Es besteht zudem eine lokal gesteigerte schmerzhafte Druckempfindlichkeit mit deutlich dysproportionierten Schwellungen.

Wenn konservativ-therapeutisch die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) nicht (mehr) weiter hilft, muß zur Erreichung der weitgehenden Schmerzlinderung eine spezielle Form der Liposuktion im Sinne einer achsenorientierten Lymphgefäß schonenden Fettabsaugung zum Einsatz kommen, die Lymphologische Liposculptur, eine Längsachsen-orientierte die Lymphgefäße schonende Fettabsaugung unter strenger Vermeidung der sonst bei der Liposuktion üblichen Criss-Cross-Technik.

In vielen Fällen sind dabei 2-3 Absaugungen unter der weitgehenden Schonung der Lymphgefäße notwendig. Das damit verbundene ästhetische Ergebnis hängt von einer Reihe weiterer individueller Gegebenheiten und der Einhaltung eines geeigneten Nachbehandlungskonzepts (Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung jeweils für 3-4 Wochen nach den einzelnen operativen Eingriffen)ab. Der Rückbildungsprozeß im geweblichen Bereich dauert allerdings insgesamt erheblich länger, wobei das endgültige Ergebnis erst nach ca.1 bis 1 1/2 Jahren zu beurteilen ist und das therapeutische Ziel darin besteht, daß bei weitgehender Schmerzfreiheit keine regelmäßige KPE mehr notwendig ist.

Obwohl das Lipödem inzwischen als “Erkrankung” anerkannt wird, ist die therapeutische Liposuktion bei dieser Krankheit bisher keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen, die beim Lipödem lediglich die Kosten für eine konservative Behandlung übernehmen und die Mehrzahl der gestellten Anträge auf Kostenübernahme ablehnen. Dennoch ist es inzwischen aus medizinischer Sicht klar, daß die Liposuktion eines Lipödems beim Versagen der konservativen Behandlung eine effektive therapeutisch-zielführende Strategie ist.


Bitte beachten Sie

Auf der Ihnen vorliegenden Webseite sind keine vergleichenden Vorher-Nachher-Bilder von operierten Patienten eingestellt da aufgrund §1,Absatz 2 des in Deutschland geltenden Heilmittelgesetzes die Gegenüberstellung von vergleichenden Vorher-Nachher-Darstellungen ästhetisch-rekonstruktiver Operationen (z.B.auf einer Webseite) rechtlich nicht zulässig ist.
Im Rahmen eines individuellen Beratungsgesprächs zeige ich Ihnen jedoch gerne erläuternde Vorher-Nachher-Bildsequenzen von mir operierter Patienten mit ausführlicher Erörterung der jeweils individuell infrage kommenden operativen Techniken.

Operative Nachsorge und Verhalten nach dem Eingriff

Um ein individuell optimales Ergebnis zu erzielen ist es von äußerster Wichtigkeit die ärztlicherseits festgelegten engmaschigen Nachsorgetermine einzuhalten und die Instruktionen hinsichtlich des Verhaltens und der Lebensführung nach dem Eingriff zu befolgen. Dies gilt insbesondere auch für die Schnittführungen, die weder Zug- noch Spannungsbelastungen oder Druck ausgesetzt werden dürfen bis der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist.
Für Informationen zur operativen Nachsorge stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Preise

Da es sich bei den ästhetisch-wiederherstellenden Operationsverfahren stets um sehr individuell geplante Operationen handelt, können die Kosten für den Eingriff variieren. Eine Preisnote kann konkret nur nach einer ausführlichen Beratung unter Berücksichtigung des Umfangs der Operation genannt werden.

Finanzierung

Es besteht die Möglichkeit die Behandlungskosten durch ein Patiententeilzahlungssystem über spezialisierte Finanzierungsinstitute abzuwickeln.