Tel. 06062 - 266784 | info@prof-dr-michel.com

Rekonstruktive Eingriffe zur Verbesserung der weiblichen Genitalfunktion und Genitalästhetik

© luxpainter - Fotolia.com -Scheidenstraffung (Kolpoperineoplastik, vaginale Rejuvation)
-Erweiterung des Scheideneingangs (bei Introitusstenose)
-Hymenrekonstruktion
-Schamlippenkorrektur
-Schambergkorrektur

Wenn wir auch heute in der westlichen Welt, zumindest vordergründig,in einer weitgehend aufgeklärten und toleranten Gesellschaft leben, so bestehen doch in weiten Kreisen immer noch erhebliche Vorbehalte in der Akzeptanz operativer funktioneller und ästhetischer Verbesserungen im weiblichen Genitalbereich.Dies ist umso verwunderlicher als entsprechende Eingriffe am Genitale des Mannes mit dem Ziel einer Steigerung des männlichen Selbstwertgefühls inzwischen die gesellschaftliche Tabuzone verlassen haben.

Nach spontanen Entbindungen mit einer oft massiven Überdehnung von Scheide und Beckenbodenstrukturen kommt es in nicht wenigen Fällen zur funktionellen Schädigung anatomischer Strukturen mit der Folge einer deutlichen vaginalen Tonusverminderung. Dies kann zum Verlust sexueller Stimulierbarkeit und zu Problemen in der intimen Partnerschaft führen, die ggf. eine vaginale Rejuvenation erfordern.

Auch sehen wir als Folge vaginaler Entbindungen immer wieder schlecht verheilte Damm- und Scheidendammrisse sowie Verletzungen der Schamlippen mit narbiger Ausheilung und anatomischer Deformierung. Auf der anderen Seite leiden ca. 10%-15% aller Frauen unter übermäßig vergrößerten Schamlippen mit einer nicht zu unterschätzenden Behinderung bei sportlichen Aktivitäten wie Joggen,Fahrradfahren oder Reiten sowie beim Geschlechtsverkehr.

Schließlich ist noch eine Reihe weiterer altersbedingter hormoneller oder Adipositas-verursachter Veränderungen im Genitalbereich der Frau bekannt,was oft mit einem erheblichen psychischen Leidensdruck der Betroffenen einhergeht.

Vor dem Hintergrund dieser Problemfelder und angesichts der heute verfügbaren operativen rekonstruktiv-ästhetischen Möglichkeiten ist der Wunsch nach Korrekturen im weiblichen Genitalbereich verständlich.Er sollte gesellschaftlich akzeptiert und enttabuisiert werden,da es sich hierbei immer auch um eine individuelle persönliche Selbstbestimmung der Frau handelt.

Korrektur der kleinen Schamlippen,Labia minora.

Die heute zunehmende Nachfrage nach korrigierenden Eingriffen im Bereich des weiblichen äußeren Genitales,sei es aus objektivierbaren anatomisch-physischen oder ästhetisch motivierten mehr subjektiven Gründen,hat vor allem zu einer Zunahme der Labioplastien,der Korrektur der kleinen (inneren) Schamlippen (Labia minora),geführt.Zur Reduzierung eines nicht selten bestehenden Hautüberschusses der kleinen Schamlippen sind unterschiedliche Techniken der Intimchirurgie verfügbar wobei sich der konturierende Randschnitt hinsichtlich Komplikationsrate,Durchführung und Heilung inzwischen zunehmend durchgesetzt hat und bei nahezu jeder Befundsituation zielführend angewendet kann,weshalb wir diese Technik auch schwerpunktmäßig bevorzugen.Dabei erfolgt eine bogenförmige Schnittführung entlang des Randes der inneren Schamlippen unter Belassung von ca. 1 cm Breite im mittleren Schamlippenbereich.Sofern im Bereich der Vorhaut der Klitoris (Praeputium clitoridis) darüber hinaus noch ein deutlicher weiterer Hautüberschuß besteht wird dieser in der gleichen operativen Sitzung korrigiert und dem Niveau der verkürzten kleinen Schamlippen angepasst.

Aus Gründen eines besseren ästhetischen Ergebnisses verwenden wir bei der Labioplastie in der Regel (nicht sichtbare) Intrakutannähte und vermeiden damit gewebeeinschnürende Einzelknopfnähte,die häufig unschöne Narbeneinziehungen hinterlassen.Der Eingriff erfolgt ambulant und ist sehr selten mit größeren Komplikationen verbunden.

Korrektur der großen Schamlippen,Labia majora

Das Erscheinungsbild der äußeren weiblichen Scham (Vulva) wird wesentlich durch Größe und Form der äußeren (großen) Schamlippen bestimmt,die in stehender Position die inneren (kleinen) Schamlippen meist vollständig bedecken.Im Laufe des Lebens kommt es mit zunehmendem Alter oft zu einer mehr oder weniger deutlichen Volumenabnahme und/oder Erschlaffung der großen Schamlippen.Dieser Verlust an jugendlicher Fülle im äußeren Genitalbereich wird von vielen betroffenen Frauen als optisch und funktionell störend empfunden,woraus sich der Wunsch nach einer entsprechenden Rejuvenation der großen Schamlippen ergibt.

Die rejuvenierende Korrektur der großen Schamlippen kann je nach Ausgangssituation durch eine Entfernung überschüssiger Haut (im Sinne einer Straffung) und/oder eine lokale Volumenaugmentation erfolgen.Die Entfernung überschüssiger Haut geschieht durch eine elipsenförmige Hautresektion über die gesamte Länge der großen Schamlippe,wobei der Schnitt anatomisch in der Umschlagfalte zur kleinen Schamlippe positioniert ist.

Besteht das genitalästhetische Problem im Schwerpunkt in einem Volumenmangel der großen Schamlippen (z.B.als Folge einer Altersatrophie) so kommen für den Volumenaufbau zwei Möglichkeiten infrage,einmal der (weniger effektive kurzlebigere) Aufbau mittels Hyaluronsäure und der (erheblich langlebigere und effektivere) Aufbau durch einen Eigenfetttransfer z.B.im Rahmen einer Liposuktion (Fettabsaugung) im Bereich weiterer Problemzonen der Körpersilhouette.

Die Gewinnung und Vorbereitung des Eigenfetts zum Aufbau der großen Schamlippen muß,wie das bei allen Eigenfetttransfers wichtig ist,äußerst schonend erfolgen.Wir bevorzugen hierzu die Technik von Sidney Coleman (USA) mit einer eigenen Abwandlung im Sinne einer Softzentrifugation bei der Präparation des Eigenfetts.

Korrektur des Schambergs (Venushügel,Mons pubis)

Die ästhetische Erscheinung des äußeren weiblichen Intimbereichs wird wesentlich durch Form und Volumen des Schamberge (Venushügel,Mons pubis) geprägt.Starke Gewichtszunahme aber auch die natürliche Alterung der Körpergewebe können das ästhetische Erscheinungsbild des Venushügels (und damit die Körpersilhouette unterhalb des Bauchnabels) deutlich verändern und das harmonische Gesamtbild negativ beeinflussen.Der Wunsch nach einer Korrektur des Schambergs ergibt sich meist bei Übergewicht oder nach deutlicher Gewichtsabnahme bzw. bei sehr schlanken Frauen und ist ggf.mit einer entsprechenden Hautstraffung verbunden.In den meisten Fällen wird das Volumen des Venushügels allerdings durch eine Liposuktion reduziert.Im Rahmen einer lokalen Hautstraffung kann dabei auch z.B.eine unschöne Kaiserschnittnarbe korrigiert werden.Bei extrem schlanken Frauen mit deutlich abgeflachtem Schamberg wird andererseits gelegentlich auch ein Volumenaufbau des Mons pubis gewünscht um eine mehr weibliche äußere Intimsilhouette zu erreichen.Dies ist durch einen Aufbau mittels Eigenfett möglich z.B.mit der Technik n.Sidney Coleman (USA).Als seltene Komplikationen (die Operationen am äußeren weiblichen Genitale sind im Allgemeinen eher risikoarm) können vorübergehende Schwellungen,Blutergüsse oder auch Wundheilungsstörungen auftreten.

Rekonstruktion des Jungfernhäutchens (Hymenoplastik)

Die Hymenoplastik ist ein operativer Eingriff um anatomisch den Befund der Jungfräulichkeit wieder herzustellen.Dies wird von den betroffenen Frauen aus persönlichen oder kulturellen Gründen nachgefragt.Dabei kann das intakte sehr unterschiedlich ausgeprägte Jungfernhäutchen (Hymen) nicht nur durch die Penetration (und damit beim Geschlechtsverkehr) zerstört werden sondern auch durch andere (traumatische) Einwirkungen was dann oft aus kulturellen Gründen zu erheblichen Problemen führen kann.Das Hymen ist in der Regel meist sternförmig eingerissen und weist einige zottenförmige Schleimhautreste auf.Diese werden bei der Operation entlang ihrer Peripherie chirurgisch angefrischt und mit feinsten resorbierbaren Nähten versorgt,wobei dies gelegentlich durch entsprechende basal gelegte Subkutannähte ergänzt wird und zur Rekonstruktion des Introitus ggf.noch Anteile der Vaginalschleimhaut mobilisiert werden.

Arbeitsfähigkeit besteht nach 1-2 Tagen,die komplette Heilung benötigt ca. 6 Wochen.Der Eingriff ist in der Regel kaum mit Komplikationen verbunden.


Bitte beachten Sie

Auf der Ihnen vorliegenden Webseite sind keine vergleichenden Vorher-Nachher-Bilder von operierten Patienten eingestellt da aufgrund §1,Absatz 2 des in Deutschland geltenden Heilmittelgesetzes die Gegenüberstellung von vergleichenden Vorher-Nachher-Darstellungen ästhetisch-rekonstruktiver Operationen (z.B.auf einer Webseite) rechtlich nicht zulässig ist.
Im Rahmen eines individuellen Beratungsgesprächs zeige ich Ihnen jedoch gerne erläuternde Vorher-Nachher-Bildsequenzen von mir operierter Patienten mit ausführlicher Erörterung der jeweils individuell infrage kommenden operativen Techniken.

Operative Nachsorge und Verhalten nach dem Eingriff

Um ein individuell optimales Ergebnis zu erzielen ist es von äußerster Wichtigkeit die ärztlicherseits festgelegten engmaschigen Nachsorgetermine einzuhalten und die Instruktionen hinsichtlich des Verhaltens und der Lebensführung nach dem Eingriff zu befolgen. Dies gilt insbesondere auch für die Schnittführungen, die weder Zug- noch Spannungsbelastungen oder Druck ausgesetzt werden dürfen bis der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist.
Für Informationen zur operativen Nachsorge stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Preise

Da es sich bei den ästhetisch-wiederherstellenden Operationsverfahren stets um sehr individuell geplante Operationen handelt, können die Kosten für den Eingriff variieren. Eine Preisnote kann konkret nur nach einer ausführlichen Beratung unter Berücksichtigung des Umfangs der Operation genannt werden.

Finanzierung

Es besteht die Möglichkeit die Behandlungskosten durch ein Patiententeilzahlungssystem über spezialisierte Finanzierungsinstitute abzuwickeln.